5 Fehler beim Glasurbrand, die du dir ersparen kannst - Töpfern für Anfänger

5 Fehler beim Glasurbrand, die du dir ersparen kannst – Töpfern für Anfänger

Der erste Glasurbrand im Oh Yeah Atelier – Anfängerfehler deluxe

Hätte ich das mal vorher gewusst, hätte ich andere Fehler gemacht.

Und das wäre auch total ok gewesen, denn wer keine Fehler macht, macht für gewöhnlich auch nichts.

Mir war klar, dass wahrscheinlich viel schief geht. Töpfern ist Neuland für mich. Meine Kindheitserfahrungen mal ausgeschlossen. Umso spannender ist es aber auch.

Wer jetzt denkt: “Wieso macht sie nicht nen Kurs vorher?” hat nicht unrecht. Ich habe mich für einen Drehkurs im September angemeldet. Einen früheren oder anderen Kurs habe ich leider nicht gefunden. Und warten ist keine Option.

Lieber geht was schief. Learning by doing ist ja auch eine Alternative, wenn man damit leben kann das eben viel schief geht. Es gibt auch echt wenig Info im Netz die mir weiter geholfen hätte.

Deshalb teile ich meine Erfahrungen mit dir, vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen der mit dem Töpfern anfangen möchte.

Anhand von vielen Fotos zeige ich dir was schief gegangen ist und was gut geklappt hat.

Also..

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Was ich beim ersten Glasurbrand gelernt habe und welche Fehler du dir ersparen kannst:

Tipp vorab:

Fast hätte ich mir mehr Arbeit gemacht als nötig und viel Zeit vertrödelt. Die Einsatzplatten des Ofens muss man nämlich mit einem Trennmittel einpinseln und brennen, damit die Töpferstücke nicht daran kleben bleiben. Dank einem Tipp habe ich den ersten Schrühbrand und die Platten gleichzeitig gebrannt. Danke, Emily! Nach dem ausprobieren kann ich sagen: Funktioniert.

  1.  Glasur dick oder dünn auftragen? Wenn ein Muster sichtbar sein soll, so wie bei meinen Pflanzenabdrücken, war es besser dünn aufzutragen. Hier gibt es bestimmt auch noch Glasuren die besser dafür geeignet sind. Aber bei manchen Stücken hat es gut geklappt. Ohne Muster würde ich wirklich wie auf der Packung angegeben 2-3 Mal dick auftragen. Sonst scheint der Ton sehr durch, was ziemlich bescheiden aussieht, zumindest bei diesem Exemplar hier.
  2. Rund rum Glasieren. Eigentlich hätte ich es mir denken können, aber manchmal will man ja etws mit eigenen Augen sehen, dmait man es glaubt. So hier geschehen. die Füsse sind komplett mit der Glasur verschmolzen und ich kann beides jetzt weg werfen. Aber irgendwie finde ich es witzig, also werd ich den Löffel als Fail-Anschauungsbeispiel behalten. Wie man allerdings etwas rund rum glasieren kan, wie den Löffel, weis ich nicht. Aber ich finde es raus.
  3. Farbverläufe. Ich habe einfach wild rumprobiert und bis auf eine Variante find eich die Farbverläufe furchtbar.Im Zweifel würde ich also nach meiner ersten Erfahrung davon abraten. Oder zumindest den Farbverlauf nicht an den Rand machen, sieht irgendwie so nach Grundschule aus. Aber ist natürlich Geschmackssache und kommt bestimmt auch wieder auf dei Glasur an.
  4. Füsse oder keine Füsse? Also nächstes Mal werde ich versuchen auf die Füsse zu verzichten. Sinn dieser ist es die Platte zu schützen, aber sie ist ja durch das Trennmittel geschützt. Die Füsse sind leider oft an den Töpferstücken hängen geblieben. Mir war auch nicht klar das sich die Form des Tons noch verändert, deshalb ahben sich einige Stücke auch durch gebogen. Wenn also Füsse, dann gleichmässig unter dem Ton verteilen. Im Zweifel würde ich es, Stand jetzt, lieber lassen.
  5. Boden unglasiert lassen. Ich schiebe es auf meine Mutter. Die hat nämlich den Boden eines Schälchens mit glasiert, aber sie wusste es eben nicht besser. Nach dem trail and error Prinzip hab ich so gelassen. Das kleine Füsschen hab ich abbekommen, aber es sieht jetzt nicht so schön aus. Und ich hab mir volle Kanne in die Fingerkuppe geschnitten. Gilt übrigens auch für Löcher. Am besten vor dem Brennen kontrollieren, ob sie frei sind und bei Bedarf sauber machen.
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Hinweis am Rande:

Ton zerbricht in Scherben.

Das musste meine Tochter leider schmerzlich lernen, denn ihr erster selbstgetöpferter Becher ist hart auf dem Boden gelandet. Sie hat bitterlich geweint, aber was für´s Leben gelernt.

 

Hinweis zu den Glasuren:

Ich schreibe dir hier auf welche Glasuren (*) ich benutzt habe, weil das ja vielleicht für dich interessant ist, wenn dir die Farben gefallen. Das ist Werbung ohne Auftrag. (Ich weis, es nervt, aber ich muss es dazu schreiben.) Ich habe mich für Botz Glasuren entschieden, einfach ganz pragmatisch, weil ich sie bei Instagram entdeckt ahbe und ich die Farben schön fand. Nach und nach werde ich auch andere Glasuren testen.

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Botz Steinzeug Creme gesprenkelt 9886

Botz Steinzeug Grüngranit 9891

Botz Pro Malachit 9310

Botz Steinzeug Weiß 9876

Botz Steinzeug Kaktusgrün 9875

Botz Pro Heliodor 9309

 

Ps: Die mit (*) ausgezeichneten Links, sind Affiliate Links. Das bedeutet ich bekomme eine kleine Provision, wenn du über diesen Link etwas bestellst. Du unterstützt so meine Arbeit und dich kostet es keinen Cent mehr. Danke!

 

Hat dir mein Beitrag gefallen? Was würde dich noch interessieren?

Ich hoffe wir sehen uns bald im Atelier.

Alles Liebe Evelyn

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